Der Bodenrichtwert zeigt, was ein Quadratmeter unbebautes Land in einer Zone durchschnittlich wert ist. In Hessen kann ihn jeder kostenlos in BORIS Hessen nachschlagen – richtig lesen muss man ihn trotzdem.
So entsteht der Bodenrichtwert
Die Gutachterausschüsse werten alle notariellen Kaufverträge ihres Gebiets aus. Daraus leiten sie für abgegrenzte Zonen einen durchschnittlichen Bodenwert pro Quadratmeter ab, bezogen auf ein typisches Musterstück. In Hessen werden die Werte in der Regel alle zwei Jahre neu festgestellt und im Portal BORIS Hessen veröffentlicht.
Warum der Wert Ihres Grundstücks abweichen kann
Der Richtwert gilt für ein Durchschnittsgrundstück. Ihr Grundstück kann größer, schmaler, besser bebaubar oder ruhiger gelegen sein. Wichtig sind vor allem diese Merkmale:
- Maß der Bebauung: Darf mehr gebaut werden als im Musterstück, steigt der Wert – in Frankfurt oft ein entscheidender Faktor.
- Grundstücksgröße und Zuschnitt: Große Grundstücke im Taunus haben pro Quadratmeter meist einen niedrigeren Wert als kleine.
- Lage innerhalb der Zone: Eckgrundstück, Hanglage oder Blick können Zu- oder Abschläge rechtfertigen.
- Erschließung: Die Richtwerte gelten meist für erschlossenes Bauland; offene Beiträge mindern den Wert.
Unser Tipp: Für Häuser ist der Bodenwert nur ein Baustein. Bei älteren Gebäuden in Dreieich-Buchschlag oder Königstein macht er jedoch oft den größten Teil des Gesamtwerts aus – eine sorgfältige Herleitung lohnt sich.
Persönliche Beratung: Als Immobilienmakler in Frankfurt, Dreieich, Offenbach und im Taunus beraten wir Sie gern – kostenfrei und unverbindlich, in unseren Büros in Frankfurt, Dreieich-Buchschlag, Neu-Isenburg und Offenbach oder direkt bei Ihnen vor Ort.
Stand-Hinweis: Wir beziehen uns immer auf die jeweils aktuelle Fassung der genannten Gesetze und Regelungen. Zahlen, Steuersätze und Förderbedingungen können sich ändern und sind deshalb nicht immer tagesaktuell. Wir geben uns aber größte Mühe, sie aktuell zu halten. Stand: November 2026.